Schlamm, Schweiß und jede Menge Treppchenliebe
Wenn der Stevens Cup ruft, kommen wir Kiezradler*innen in Scharen: 60 unserer Vereinsmitglieder haben sich in mindestens eines der 14 Rennen gestürzt – und das mit einer Mischung aus Kampfgeist, Humor und der unerschütterlichen Fähigkeit, auch im Matsch noch gut auszusehen, vor allem, wenn wir die Vereinstrikots tragen.
Unsere Seriensieger*innen: Legendenstatus erreicht
Silke Keil hat die Serie nicht einfach gefahren – sie hat sie dominiert.
12x auf dem Treppchen, 9x ganz oben.
Kurz gesagt: Silke fährt nicht Rad, Silke regiert.
Dicht dahinter im „Wie oft kann man eigentlich gewinnen?“-Modus:
- Lenz Semmler (U17): 11x auf dem Treppchen, 10x Platz 1. Der junge Mann kam, sah und ließ alle stehen.
- Mia Klauk (U19): 10x auf dem Treppchen, 6x ganz oben. Mia fährt, als hätte sie einen eingebauten Rückenwind. Äußerlich ruhig, auch wenn kurz vor dem Start die elektronische Gangschaltung stirbt und sie scheinbar ebenso ruhig für Ersatz sorgt.
Dauerbrenner auf dem Podium
Auch mehrfach glänzend dekoriert:
- Lars Kneller (Masters 3 M) – 7x
- Gustav von Heyer (U11) – 6x
- Axel Leuschner (Hobby 50) – 5x
- Kathrin Billerbeck (Elite W) – 5x
Und dann gibt’s da noch Josep Pitzschel (U19): nur dreimal gestartet, aber jedes Mal Platz 1. Effizienzlevel: Schweizer Uhrwerk.
Podiumsluft
Jeweils dreimal unter den Top 3
- Anton Kores (U11)
- Viggo Chauvin (U11)
- Emil Backhaus (U15)
- Anu Haase (Masters W)
- Birte Hilgenbrinck (Hobby W)
Zweimal unter die Top 3
- Christian Cerny (Masters 2M)
Einmal aufs Treppchen – aber dafür umso glücklicher
- Gustav Backhaus (U13)
- Emil Cerny (U15)
- Hans-Levy Weinerth (U17)
- Leo Desch (U19) – der nur dreimal gestartet ist: gute Ausbeute
- Kathi Sigmund (Masters W)
- Daniel Hopp (Hobby M40)
- Jan Welge (Hobby M40)
Und die rote Laterne?
Die hätte sich die Verfasserin dieser Zeilen redlich verdient. Leider hat die Rennleitung dieses Schmuckstück nicht vergeben. Schade eigentlich. Jedes Mal Letzte sein und beim nächsten Mal trotzdem wiederkommen ist auch eine Leistung.

Ein Blick über den Tellerrand: Wer fährt hier eigentlich alles mit?
Wenn man sich die Ergebnislisten ansieht, haben sich 699 männliche und 145 weibliche Crosser*innen quer über alle Altersgruppen mindestens einmal auf die Piste getraut. Der Anteil der gestarteten Mädchen und Frauen war bei unserem Verein etwas höher: 25 % im Vergleich zu 16 % serienweit (bzw. bei den Frauen ab 19 serienweit nur 14 %). Mädchen ab 15 waren kaum zu sehen.
Bei den Kids ging es richtig ab, insbesondere bei den U11–U15 W/M (167 Teilnehmende). Bei den älteren Lizenzfahrern war ebenfalls ordentlich was los (157 Teilnehmende Masters M2-4), Ähnliches gilt für die Hobbymänner zwischen 17 und 39 (109 Teilnehmende). Bei den vielen Menschen vorne anzukommen, ist also wirklich hart.
So divers ist der Stevens Cup
Ein Drittel Kiddies, die Hälfte eher gereifte Männer, jede siebte Person eine Frau.

Ein fettes Dankeschön
Zum Schluss noch mal: Danke an die Rennleitung, die wirklich jedes Rennen durchgezogen hat, an alle, die Kuchen gebacken, die Strecke abgesteckt oder Startnummern verteilt haben, an die vielen Helfenden entlang der Strecke – und an die Fotografen, die sich bei jedem Wetter in die ungemütlichsten Ecken gestellt haben, um unseren Kampf im Gelände festzuhalten.
Fazit
Der FC St. Pauli Radsport hat beim Stevens Cup nicht nur teilgenommen – wir haben geprägt, gewonnen, gelitten, gelacht und uns jede Menge Podiumsplätze gesichert. Ob Nachwuchs, Hobby, Masters oder Elite: Wir sind überall dabei, wo’s rutschig, laut und herzlich wird.
Bis zum nächsten Jahr!
(Astrid Böhmer)



