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Spinning / KSÜ für Radpiraten
 

Um den Block fahren in HannoverZieleinlauf

21.06.2015

Das Rennwochenende stand unter keinem guten Stern: Nachdem sich die Hannoveraner Velo Challenge in den letzten Jahren als eine schöne Veranstaltung herum gesprochen hatte, sollte dies ein großer Ausflug für die Radpiraten werden. Weil die Strecke von den Behörden jedoch nicht genehmigt wurde und das Rennen radikal auf einen 2 km Rundekurs zurechtgestutzt wurde, nahm die Begeisterung unter den Hamburgern zusehends ab. Übrig blieben noch David und Vlo, die sich auf den Weg nach Hannover machten und auch nicht genau wussten, was auf sie zukommen würde.

Das Rennen verlief auf der Strecke, auf der immer am 2. Mai das Traditionsrennen „Rund um den Lindener Berg“ ausgetragen wird. Sie startet auf einem Hügel, geht abwärts auf schlechter Strasse in eine scharfe Kurve, um dann auf einer breiten Schnellstrasse in den Berg überzugehen, der zwar nur etwas mehr als 30 Höhenmeter zu bieten hat, aber für Hannover recht steil ist. Und immerhin sollten wir ihn 30 Mal im Renntempo fahren.

Die Veranstalter hatten die Gruppe in vier separate Rennen aufgeteilt, die 15 oder 30 Runden umfassten und jeweils in ein schnelleres und ein langsameres Rennen aufgeteilt waren. Als wir am Veranstaltungsort ankamen, liefen bereits die kurzen Rennen. Der Vorteil eines Rundestreckenrennens ist ja, dass auch wenige anwesende Zuschauer nach mehr aussehen, wenn sie sich an dem einen Anstieg konzentrieren. Die Positionskämpfe konnten wir gut beobachten. Vor Ort trafen wir dann auf die Hannoveraner Vertretung der FC St. Pauli-Radsportabteilung, so dass unser Team unerwartet gewachsen war. Beim ersten 30 Stunden Rennen hieß es also, selbst erst einmal anfeuern an der Strecke, um sich dann auf unser Rennen vorzubereiten.

Nach dem Startschuss wurde das Rennen zunächst an die Gefahrenstelle in der ersten Kurve geführt, bevor die Strecke freigegeben wurde. Das umsichtige Vorgehen des Veranstalters hat hier sicher dazu beigetragen, dass es anders als prognostiziert in keinem der Rennen zu einem Sturz gekommen ist. Nach dem Startschuss wurde sofort richtig Gas gegeben. Vorne machte das Team Rad-Mitte einigen Wind, so dass sich schnell eine kleine Gruppe am immer wiederkehrenden Berg absetzen konnte. Dieser Berg ist die Schlüsselstelle des Rennens: Wer ihn schnell hochkommt, regeneriert sich auf der kurzen Strecke im Windschatten und hat Power für die nächste Runde. Wer allerdings jede Runde eine Lücke zufahren muss, verliert dabei wichtige Körner. Und so ging es auch mir, der das Tempo der ersten Verfolgergruppe am Berg nicht halten konnte: Nach der Hälfte des Rennens ließ ich sie ziehen und mischte in der nächsten Gruppe mit. Dort traf ich auch David wieder, der dort ein souveränes Rennen gefahren ist. Als 16. und 31. in der Gesamtwertung und 4. und 9. unserer Altersklasse rauschten wir schließlich ins Ziel. Und auch wenn die Hoffnung darauf besteht, dass die Velo Challenge im nächsten Jahr wieder als Straßenrennen stattfindet, hat uns das gut organisierte Rennen auf dem Rundkurs gut gefallen. Vielleicht ja im nächsten Jahr am 2. Mai…

fh

 
FC St. Pauli Radsport
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