Sa Nov 25 @13:00
Spinning / KSÜ für Radpiraten
 

Eine Kehre nach der anderen ... (Auffahrt zum Stilfser Joch)

Ganz großer Sport

FC St. Pauli beim Dreiländergiro

22.06.2014

Eine Mannschaft von 23 Radpiratinnen und -piraten hat am Sonntag den Dreiländergiro in Nauders/AT unter die Räder genommen. Bei großartigem Radwetter (sonnig, aber nicht zu heiß) präsentierte sich die Piratencrew formstark von ihrer (besonders) kämpferischen Seite und enterte nach der Anfahrt über den Reschenpass (Vinschgau/Südtirol, IT) die 48 Kehren hinauf auf das Stilfser Joch, den Höhepunkt dieses Rennens auf 2.757 m. Bei diesem Aufstieg müssen insgesamt 1.850 Höhenmeter am Stück bewältigt werden! Auch einzelne Radpiraten, die mit Widrigkeiten wie einem defekten Klickpedal, einer Magenverstimmung oder einem Sturz zu kämpfen hatten, ließen sich den Aufstieg auf den höchsten Gebirgspass Italiens nicht entgehen.

Die große Zahl und der große sportliche Einsatz unseres Teams wurden in vielfacher Hinsicht belohnt: als viertgrößtes Team am Start wurde der FC St. Pauli mit einem Pokal ausgezeichnet (siehe Foto). Noch wichtiger aber: alle 23 Teammitglieder waren auf dem Stilfser Joch. Danach ging es dann in unterschiedlichem Tempo und auf unterschiedlichen Strecken ins Ziel.

Die Mehrzahl fuhr die »Langstrecke« von 167 km: nach der Abfahrt vom Stilfser Joch über den Umbrailpass (mit einer kurzen Schotterpassage und vielen Kurven) geht es direkt auf den Ofenpass durch den Schweizer Nationalpark nach Zernez/CH. Der Ofenpass bietet im Gegensatz zum Stilfser Joch eine ganze Reihe von (psychologisch zermürbenden) langen Geraden, die immer steiler werden (zum Schluss 9% - 11%). Große Teile davon liegen völlig ungeschützt und machen bei gutem Wetter dem Namen »Ofen« alle Ehre. Nach der Abfahrt geht es von Zernez im windigen Inntal leicht abschüssig noch Osten zurück. Hier wird i. d. R. in schnellen Gruppen gefahren. In Martina/CH geht es dann über den letzten Pass, die Norbertshöhe nach Nauders zurück. Dort angekommen, sind 3.300 Höhenmeter »auf der Uhr«.

Champagner war so schnell nicht aufzutreiben ...

 Auf der »Kurzstrecke« von 120 km wird ebenfalls über den Umbrailpass vom Stilfser Joch abgefahren. Danach geht es über St. Maria/CH durch das Münstair-Tal in den Vinschgau/Südtirol zurück, um schließlich über den Reschenpass zurück nach Nauders zu fahren. 2.700 Höhenmeter auf dem Tacho zeugen davon, dass diese sogenannte Kurzstrecke beileibe keinen »Pappenstiel« darstellt.

Robin auf dem Stilfser Joch ...Aber egal, ob Kurzstrecke oder Langstrecke, Top-Ergebnisse (Gunnar Loof mit der Zeit 5:49 h auf Platz 69 von insgesamt 1.175 Teilnehmern auf der Langstrecke, Glückwunsch!) oder einfach nur mitgefahren zu sein: Piratinnen und Piraten, das war großer Sport! Oder, wie es einer von uns treffend ausdrückte:

Bester Verein, wo gibt!

PS1:
Der Jüngste war schon einer der Schnellsten: Robin Habermann (z. Z. 17) brauchte 6:31 h für die Langstrecke, Chapeau!

PS2: Weitere Bilder vom Dreiländergiro in der Galerie.

 
FC St. Pauli Radsport
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