Di Aug 22 @18:30
Deerns-Radtraining für Fortgeschrittene
 

Over de FietspadUnser Ausreißer Dirk Teller führt eine Gruppe über den Cauberg in Valkenburg

13.04.2013: Amstel Gold Race, Tour Version

Damit der »Rennkalender« nicht langweilig wird, probieren wir öfters etwas neues aus. Diesmal haben wir uns an einen der Klassiker gewagt: das Amstel Gold Race, das im südholländischen Valkenburg startet und einen verwinkelten Kurs mit ca. 230 km (offiziell 250) anbietet. Rennen? Eigentlich nicht: das echte Rennen findet einen Tag später statt. Wir haben uns angemeldet für die »Tour Version«, die eher einer Riesen-RTF mit Zeitnahme entspricht. Die offizielle Teilnehmerzahl konnten wir nicht ermitteln - sie muss aber im Bereich der Vattenfall Cyclassics liegen, d. h. um die 20.000.

 

Da die ganze Angelegenheit schon etwas zurückliegt, sei hier kurz zusammengefasst:

Es war schön und knallhart. Speziell ein Hügel namens Keutenberg (ausgesprochen: "Kötenberg") stellte sich einem als richtige Wand oder Skihang entgegen (20% plus). Zum Schluss in Valkenburg wartete eine Bergankunft, die auch nicht ohne war: der Cauberg.

Ansonsten sind die Oranjes wirklich besonders:

  • Auch ohne die z. T. scharfen Anweisungen des verkehrsregelnden Helferpersonals: jeder Radweg (fiets pad) wurde vom Feld brav angesteuert; auch wenn er noch so schmal und kurz war. Dass ein Rennen bzw. in diesem F... auf der Hellingall eine RTF in dieser Größenordnung das braucht: uns ging einfach die Kinnlade herunter.
  • In Holland wird sehr speziell Rad gefahren: so wie in Rom oder Athen Auto gefahren wird, ging es im Feld zu. Was hinten vor sich ging, interessierte nicht wirklich jemanden ... wenn sich 3 m nach links eine Lücke auftat, wurde mal eben abrupt in diese Richtung gewechselt ... wenn gerade ein Bekannter auf der anderen Straßenseite stand, gab's mal eben eine Vollbremsung mit Ausweichmanöver dorthin ... viele nutzten auch die vielfältigen (kommerziellen) Imbiss-Möglichkeiten am Straßenrand und nahmen diesen mitten auf der Straße ein.
  • Auffällig viele Frauen im Feld: viele davon richtig tough.

8 Radpiraten waren am Start, 2 auf der 150er, 6 auf der 230er-Distanz (zwei 2er, ein 4er-Team). Zu viert hatten wir eine 230 km-Berg- und Talfahrt, die uns alle an den Rand der Erschöpfung gebracht hatte (Wind und »Hellingen«, wie sich die extrem steilen Hügel dort nennen, taten ein übriges dazu). Zum Schluss hatten wir einen Ausreißer namens Dirk Teller, der ähnlich clever wie der Amstel Gold Race-Sieger Roman Kreuziger am nächsten Tag die Schwäche unseres Teams nutzte und mit einer knappen Viertel Stunde vor uns durchs Ziel fuhr. Er ist damit der FC St. Pauli-Amstel Gold Race-Sieger 2013, Glückwunsch, Dirk!

Ergebnisse: 

Name TeamName Address Country Distance Start time Finish time Net time
Dirk Teller FC St. Pauli WEYHE DE 250 km 08:08 16:56 08:48
Lars Kneller FC St. Pauli HAMBURG DE 250 km 08:07 17:12 09:04
Klaus Hake FC St. Pauli STOCKELSDORF DE 250 km 08:08 17:12 09:04
Wolf Rambatz FC St. Pauli Hamburg DE 250 km 08:07 17:12 09:04
Michael Weiner FC St. Pauli Hamburg DE 250 km 06:56 17:41 10:44
Marc Sievers FC St. Pauli Hamburg DE 250 km 06:56 17:56 11:00
Thomas Wand FC St. Pauli Pulheim DE 150 km 08:08 13:45 05:37
Stefan Salentin FC St. Pauli ERKRATH DE 150 km 08:08 14:54 06:46
 
FC St. Pauli Radsport
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