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Deerns-Radtraining für Fortgeschrittene
 

Fernfahrt München-CesenaticoDamit frau weiß, wo's langgeht: Anstieg bei den Nove Colli

Mit dem ADFC-München von München zur Nove Colli nach Cesenatico

Mai 2010

In München fährt die »Marathonia« und Radpiratin Susanne Lahrmann auf hohem Niveau: Alpenmarathons wie den 3-Länder-Giro und die Maratona dles Dolomites hat sie schon absolviert. Auch 2010 war sie auf einer Reihe interessanter Strecken unterwegs, darunter die vom ADFC organisierte Fernfahrt von München zum Nove Colli-Radmarathon, der im Heimatort des unvergessenen Radchampions Marco Pantani beginnt.

Hier ihr Bericht:

Jedes Jahr im Monat Mai findet die berühmte Nove Colli in Italien statt. Von Cesenatico geht  es an einem Sonntag (2011 am 22. Mai) zusammen mit rund 10.000 Teilnehmern aus aller Welt in einem Rundkurs über 5 bzw. 9 Berge in das Hinterland von Cesenatico.

Der Münchener ADFC, unter Führung von Wolfgang Slama, organisiert jedes Jahr eine Woche vor der Nove Colli eine Fernfahrt mit Alpenüberquerung nach Cesenatico. In fünf Tagesetappen und vier Übernachtungen in Innsbruck, Bozen, Verona und Ferrara geht es über eine Gesamtstrecke von 750 km über die Alpen, dem Brenner, durch die traumhaften Gebiete Südtirols und Trentino in das Veneto-Gebiet, die Emilia-Romagna und schlussendlich an die Adria-Küste nach Cesenatico. Die Teilnehmerzahl ist auf 200 Rennradfahrer begrenzt. Die München-Cesenatico Fernfahrt ist eine geführte Tour; die Strecke wird durch Polizei, Krankenwagen, THW-Fahrzeug und Servicewagen begleitet. Kulinarisch und übernachtungstechnisch ist diese Tour nicht zu schlagen. Man muss die Tour einfach mal mitgefahren haben, um sich ein Bild von der professionellen Organisation zu machen.

In diesem Jahr (2010) waren zwei St. Paulianer mit dem ADFC München zur Nove Colli unterwegs. Susanne Lahrmann aus München und Wolfgang Thurner aus Berlin haben sich am Samstag, den 15. Mai 2010 vor dem Münchener Nationaltheater mit 198 Rennradfahrern auf den Weg nach Cesenatico begeben. Auf der 1. Etappe ging es gleich direkt nach Innsbruck – eine lange Tagesetappe – aber mit herrlichem Alpenpanorama und phantastischem Blick auf den Achensee, an dem wir vorbei fuhren und uns durch das Inntal direkt in die City von Innsbruck begeben haben.

Am zweiten Tag kam die anstrengendste Tour der Route – der Brenner. Auf der alten Brennerstraße fuhren wir zunächst bei Regen, dann vermischt mit Schnee bis zur Autobahnraststätte »Brenner« , bei der es danach sofort aufhörte zu schneien. In Bozen, unserem 2. Übernachtungsort kam bei 18 Grad das erste südtirolische Feeling auf: Italien, wir kommen!!!

Und so waren wir dann am Mittwochabend schon in Cesenatico, wo wir wieder von der Stadt am Hafen herzlich willkommen wurden. Drei Tage standen uns dann zur freien Verfügung. Es wurden an diesen Tagen aber auch Touren durch das Hinterland angeboten, an denen man freiwillig teilnehmen konnte. Am Samstag findet vor der Nove Colli dann immer noch eine Radmesse statt, an der man das eine oder das andere Schnäppchen machen konnte.

Am Sonntag fiel dann morgens um 6 Uhr der Startschuss. Das war zwar verdammt früh, aber angesichts der brütenden Hitze während der Tour war der frühe Start auch angebracht, denn im Mai kann es schon sehr heiß an der Adria werden. Es gibt zwei Strecken auf der Nove Colli:
Eine Strecke mit 130 km und 5 Bergen, und eine mit 200 km und 9 Bergen. Die Berge haben es in sich. Auf der kleineren Strecke fährt man die Berge: Polenta, Pieve di Rivoschio, Ciola und Babotto, auf der großen Strecke ab Babotto  noch zusätzlich den Monte Tiffi, Perticara, Monte Pugliano, Passo delle Siepi und zu guter Letzt den Gorolo.  Alle Berge sind schön stichig, und die Hitze kann einem während der Fahrt ganz schön zusetzen. Landschaftlich ist die Tour ein Traum und mit den vielen Fahrern ein Genuss. Die große Teilnehmerzahl verläuft sich während der Tour, so dass man genug Platz zum Fahren hat. Windschatten fahren auf der Strecke ist eigentlich nur auf der Hinfahrt zu den Bergen und auf der Rückfahrt nach Cesenatico angesagt. Ansonsten geht es nur permanent rauf und runter. Für »Bergziegen« ist die Nove Colli alleine daher schon ein echtes »Muss«.

Wer Interesse hat, 2011 mit dem ADFC zur Nove Colli zu fahren, oder wer sich direkt bei der Nove Colli anmelden möchte, kann sich unter folgenden Links informieren und anmelden:

Anbei einige Impressionen von der ADFC Tour und von der Nove Colli:

Susanne Lahrmann und Wolfgang Thurner auf dem Weg nach Cesenatico

Etappenankunft in Verona auf dem Weg nach Cesenatico 

 Start zur Nove Colli am Hafen von Cesenatico

Alle 5 bzw. 9 Berge sind auf der Nove Colli ausgeschildert

 
FC St. Pauli Radsport
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