Di Mai 30 @18:00
Training am Deich fällt heute, 2.05. aus
 

Crossrennen in NeumünsterSieht ja gemütlich aus ;-) Foto: MacBady

22. 11. 2015

Eisiger Wind und Schneetreiben nach einer Woche Dauerregen: 2,0 bar könnten also reichen. Matschiger Waldboden knapp vor dem Aggregatzustand „angefroren“, wie geschaffen für nur schwach aufgepumpte, grobstollige Cyclocross-Reifen wie Challenge Grifo oder Clement PDX. Dann haben sie in den Kurven richtig Grip. Jedenfalls meistens. Einige Herrschaften vom Fahrradclub St. Pauli lassen es sich jedenfalls nicht nehmen, im hautengen Racing-Dress erst bibbernd, dann schwitzend durchs weiß verschneite Unterholz nahe Neumünster zu pflügen: Stevens Cyclocross Cup 2015/16, Teil acht.

Neuzugang Jan „Janibal“ Leutz macht den Anfang, saut sich Helm samt Sonnenblume ein und erreicht erneut Platz 10 bei den Senioren 2. Hut ab! Anfang der Saison fuhr er noch in der Hobbyklasse Ü40 und hier bis in die Top 5 – doch bei den Linzenzrennen weht ein etwas schärferer Wind. Das weiß auch Rüdiger Lomb, der von Hobby Ü40 zu Lizenz Senioren 3 wechselte. Er fährt in der Altersklasse „Armin Raible gegen alle“ als Dreizehnter erneut solide ins Mittelfeld und liegt in der Gesamtwertung auf dem respektablen 15. Platz.

Die Hobbyklasse Ü18 macht sich im dichten Schneetreiben auf den Weg in den verschlammten Stadtwald. Track-Team-Spezi Jan Stechmann, im sauschweren Rennen von Kiel als Vierter nur um einen Platz am Treppchen vorbeigeschrammt, erwischt einen nicht ganz so guten Tag und wird Siebter. Aber bei ihm ist noch mehr drin! Weitere Platzierungen: Philip Köhler 12, Jan Christoph Hinke 17, Stefan Mohr 18. Damit landen alle in den Punkten!

Lars Kneller ist St. Paulis Starfahrer, er kann sich Rennen meisterhaft einteilen. Im einstündigen Eliterennen liegt er zunächst etwas zurück, um sich im gewohnt katzenhaften Stil Stück um Stück nach vorne zu schleichen. Vermeintlich bessere Fahrer wie Tilo Dorowski (SC Hammaburg) haben das Nachsehen. Neben seinen Fahrkünsten ist Lars auch einer der elegantesten und schnellsten Läufer im Feld. Tipp: Beobachten und lernen. Am Ende erreicht er wie in Bad Doberan Platz fünf. Vor ihm nur Jannick Geisler, Tim Rieckmann, Stefan Danowski und Adrian Rips, einige der besten deutschen Fahrer überhaupt.

Erneut das größte Feld des Tages stellen die Hobbysenioren Ü40. Vierzig durchgefrorene Herren gehen bei jetzt tiefstehender Sonne nach dem Pfiff des Starters ins Gehölz. Wenn’s so weiter geht, kann es für den Gesamtführenden Frank Jacobs (MC Pirate) noch eng werden, denn Mike Martens’ Siegesserie hält an. Nach vielen Topplatzierungen in den letzten Jahren ist plötzlich der Knoten geplatzt: Zum dritten Mal hintereinander steht der St.-Pauli-Schlacks ganz oben auf dem Podest, große Klasse! Außer in Runde eins unterläuft Mike auf dem tückischen Boden kein einziger Fahrfehler, so kauft er den Verfolgern den Schneid ab. Der siegesgewohnte Klaus von Borstel (TS Harburg), nicht bei jedem Rennen dabei, kommt mit den Verhältnissen überhaupt nicht zurecht, kurz vor Schluss scheidet er auf Platz sechs liegend aus. Diesen Platz auf dem erweiterten Treppchen sichert sich stattdessen Vereins-Oldie „Tex“ Matthias Strzoda mit einem beherzten Zielsprint. Im Halbdunkel der einsetzenden Abendämmerung findet auch Marcus Peters als 28. noch sicher nach Hause.

Viel Erfolg allen FC-St.-Pauli-Fahrern, die am Samstag (28. 11.) an den Landesmeisterschaften in Bremen teilnehmen!

Einiges Augenmerk gilt bereits der ersten Entscheidung des Tages um 10.00 Uhr: Hobbyrennen der Senioren 3 und 4 (also 50 und älter). St.-Pauli-Mitglied Matthias Langer lebt vor Ort, war zuletzt im Weser-Ems-Cup erfolgreich und hat echte Siegchancen.

Abends während der großen Weihnachtsfeier in Hamburg darf dann den Rennberichten gelauscht werden.

„Tex“ Matthias Strzoda

Schön durch den Schneematsch! Foto: MacBady
 

 

 
FC St. Pauli Radsport
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