Do Apr 27 @18:00
Deerns-Radtraining für Anfänger
 

Dreiländergiro 2012

Im Juni 2012 machten sich 9 Radpiraten auf den langen Weg gen Süden, denn dort wartete die 3-Länder-Bike-Arena am Reschenpass gleich mit 4 hochkarätigen Radveranstaltungen auf.

Den Auftakt bildete am 21.06. der Kaunertaler Gletscherkaiser, bei dem es galt, das Bike von Feichten aus 51 Kilometer in Richtung Gletscherziel auf 2.750 Meter zu treten - immerhin die höchste Bergankunft Österreichs.

Die beiden Tiroler Andreas Traxl und Klaus Steinkeller konnten dieses Rennen mit einer Zeit von 2 h 05 souverän für sich entschieden. 
Der Berliner Radpirat Dirk meisterte diese Distanz in 3 h 01 (76.Platz). 
Außerhalb des Wettkampfes radelten die beiden Paulianer Ed und Veit als Giro-Vorbereitung diese herrliche Hochalpenstrasse von Prutz bis zum Weißenseeferner in einer Zeit von 2 h 41 hinauf. 
Bereits am nächsten Tag um 12 Uhr fand die Alpen Challenge ihre Fortsetzung: 
Bei der 12. Auflage des Race Across The Alps gingen 65 erfahrene Langstreckenspezialisten (dieses Mal noch ohne PaulibeteiligungJ) auf die 540 km lange Strecke über 13.600 Höhenmeter. 
Da wir vor unserem großen Wettkampf am Sonntag auch noch ein paar Höhenmeter bewältigen und einen Teil des 3 Länder Giros testen wollten, sind wir vor den Langstreckenexperten den legendären und wohl schönsten Alpenpass „de Stelvio“ hochgeradelt. 
Das Stilfser Joch ist das Mekka der Bergfahrer und ein Muss für jeden Passradler.  
Ab dem Berghotel Franzenshöhe auf 2187m folgt der bekannteste und wohl eindrucksvollste Streckenabschnitt: hier werden - immer das Ziel vor Augen- die letzten 24 der insgesamt 48 Kehren in einem vegetationslosen, steilen Geröllhang überwunden. 
Auf dem mit 2756 m zweithöchstem asphaltiertem Alpenpass angekommen, bekamen wir abgesehen von atemberaubenden Aussichten auch eine Vorstellung von der beeindruckenden Geschwindigkeit des RATA-Spitzenfeldes, welches kurz nach uns den Stelvio hinaufraste. 
Während die RATA-Teilnehmer von hier bis zum Ziel noch weitere 475 km vor sich hatten, konnten wir den restlichen Tag glücklicherweise etwas ruhiger angehen lassen, das geniale Sommerwetter sowie die imposante Bergwelt genießen und unsere Passtour bei Eis, Kaffee und Kuchen am Reschensee ausklingen lassen. 
Am Abend des 22. Juni drängten sich dann viele Radsportbegeisterte im Ortszentrum von Nauders, um das spektakuläre Nightrace zu verfolgen. 
24 Elitefahrer duellierten sich um Sieg und Zuschauergunst entlang eines 600 Meter langen, anspruchsvollen Rundkurses. Besonders interessant für uns, aber umso härter für die Fahrer, waren die Ausscheidungsrunden, in denen (wie der Name schon sagt) immer der letzte Fahrer des Feldes das Rennen verlassen musste. 
Noch bevor das EM-Viertelfinale Deutschland gegen Griechenland mit dem Ergebnis 4:2 abgepfiffen wurde, stand der Sieger des Kriteriums fest: Stefan Kirchmair konnte sich am Ende vor Tobias Jenny und Andreas Traxl durchsetzen. 
Als wir nach 0 Uhr in die weichen Betten unserer tollen Ferienwohnung im Schloss Nauders fielen, gedachten wir noch einen Moment diesen verrückten Akteuren des RATA, die im günstigsten Fall immer noch 9 Stunden und ca. 250 km zu bewältigen hatten. 
Am Samstag wurden wir durch laute Musik und reges Treiben auf der Festwiese vor „unserem Schloss“ geweckt: 
Nauders bereitete sich auf den Empfang des RATA-Siegers vor. 
Wir hatten den Tiroler Daniel Rubisoier leider etwas unterschätzt und so konnten wir seine Zieleinfahrt gegen 9:30 nach entbehrungsreichen 21:33 Stunden nur beim Zähneputzen vom Schloss-Badezimmerfenster verfolgen…  
Im weiteren Tagesverlauf standen für uns nur die Anmeldung für den 3 Länder Giro, eine kurze Reschenstauseerunde, ausgiebige Radpflege, Entspannung und das Genießen der Renn-Atmosphäre in Nauders auf den Plan.

 

Am Sonntag kam dann der Tag der Wahrheit. 
Nach dem 5 Uhr Weckruf und einer perfekt ausgeklügelten Frühstücks- und Bad-Besetzungs-Orga reihten wir uns in die schier unendliche Startaufstellung ein. 
Mit Kanonensalut und AC/DC-Klängen wurden wir 6:30 Uhr schließlich auf die 168 km lange Strecke geschickt. 
Der 1504 m hohe Reschenpass und damit die österreichisch-italienische Grenze wurde innerhalb weniger Minuten passiert. 
Nach einigen flachen, rasanten Kilometern entlang des Reschen- und Mutasees schoss das Fahrerfeld alsbald hinab ins Südtiroler Vinschgau bis nach Prad zum Beginn der Passstrasse zum Stilfser Joch. 
Nun hieß es, sich mental auf die nächsten 25 km mit den 48 Kehren einzustellen und den eigenen Rhythmus zu finden. 

Die Auffahrt war wie bereits 2 Tage zuvor einfach nur traumhaft und die 2 Stunden vergingen beinahe wie im Flug. 
Die Abfahrt vom Stelvio über den Umbrailpass auf der Schweizer Seite ist bei entsprechenden Waschbrett- und Schotterpassagen mit Geschwindigkeit, aber vor allem mit Vorsicht zu genießen
J  
Im schweizerischen St. Maria trafen die kurze und die lange Distanz wieder aufeinander und es ging anschließend auf den 2149 m hohen, recht unspektakulären Fuorn bzw. Ofenpass. 
Dieser machte seinen Namen wieder mal alle Ehre und einige Fahrer kamen hier recht bald an ihre Grenzen. 
Wenn man allerdings nach 95 km und ca. 4:30 auch diese Passhöhe gemeistert hatte, konnte eigentlich kaum noch etwas schiefgehen, denn nun folgte ein wunderschöner Abschnitt durch den Schweizer Nationalpark hinunter nach Zernez im Engadin. 
Von Zernez ging es immer dem Innlauf folgend 44 km bis nach Martina, wo mit der 1462 m hohen Norbertshöhe die letzte Herausforderung wartete. 
Hier mobilisierte wohl fast jeder noch einmal die letzten Reserven, denn hinter den freundlicherweise nummerierten 11 Kehren wartet das Bikerparadies - die Zieleinfahrt in Nauders.:) 

Die Tage in der Bikearena waren einmalig schön und jeden einzelnen km der unendlich langen Anreise wert.

Durch die 4 Veranstaltungen und die intensiven Bemühungen des Tourismusverbandes Tirol werden jedem Radsportbegeisterten Abwechslung, Spannung, Animation, Idole zum Anfassen und Stoff zum Träumen geboten und so manch einer wächst über den eigenen Schatten hinaus ;)

In diesem Sinne hier die Ergebnisse unserer Abteilung:

208 1802 Herr Kneller Lars 1973 GER 5 FC St. Pauli 06:14:44 
691 
998 Herr Grossmann Veit 1971 GER 5 FC St. Pauli 07:00:26 
692 
2415 Herr Martens Mike 1969 GER 5 FC St. Pauli 07:00:26 
693 
1087 Herr Richter Eduard 1969 GER 5 FC St. Pauli 07:00:27 
763 
3089 Herr Wand Thomas 1961 GER 4 FC St. Pauli 07:05:35 
946 
1162 Herr Möhlendorf Pattrick 19xx GER 5 FC St. Pauli 07:22:33 
1050 
1739 Herr Rambatz Wolf 1956 GER 4 FC St. Pauli 07:31:56 
1771 
3337 Herr Pollmann Dirk 1971 GER 5 FC St. Pauli 08:43:56 
1803 
1111 Herr Peters Marcus 1973 GER 5 FC St. Pauli 08:48:07

 
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